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SHALOM ist das internationale Netzwerk
der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau für
Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Es wurde
als Antwort auf die Zeichen der Zeit vom Generalkapitel 1992
beschlossen. SHALOM arbeitet so, dass es die Wertvorstellungen
und Einstellungen zu Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung
der Schöpfung zum Ausdruck bringt, und zwar auf persönlicher und
gemeinschaftlicher Ebene, wie auch im staatlichen und
internationalen Bereich. In prophetischer Weise erhebt SHALOM
seine Stimme gemeinsam mit denen, die nach Gerechtigkeit rufen,
und ist Stimme für jene, die selbst stumm sind in ihrem Ringen
um Gerechtigkeit. SHALOM ist auf Aktion ausgerichtet. |
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Vom 1. – 2. Juli fand in Astana, Kasachstan,
der 3. Kongress von Führern der Welt- und traditionellen
Religionen statt. Kardinal Jean-Louis Tauran, Präsident des
päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, leitete einen
Arbeitskreis zum Thema „Moral und spirituelle Werte, Weltethik“.
Er betonte, dass die Einheit der Menschheitsfamilie die
letztgültige Grundlage einer globalen Solidarität bildet und die
Basis für die Forschung über gemeinsame ethische Werte. Die
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte 1948 ist eine der
höchsten Ausdrucksformen des Gewissens in der modernen
Geschichte.
Vom 8. – 10. Juli, vor dem Treffen der G 8,
kamen über 80 religiöse Führer aus den G8-Ländern zu ihrem
eigenen 4. Gipfeltreffen zusammen. Bischof Vincenzo Paglia
erklärte, dass die religiöse Dimension wesentlich ist für
Entwicklung, Koexistenz und Frieden unter den Völkern. Die
Versammelten beschäftigten sich – wie die Politiker – mit der
Verfügbarkeit von Wasser, Nahrungsmitteln, Gesundheitsfürsorge,
Bildung, Frieden und Sicherheit. Besondere Aufmerksamkeit werden
sie Afrika und der globalen Finanzsituation widmen.
Führer der Weltreligionen, Staatschefs und Kulturvertreter
werden einander vom 6. bis zum 8. September zum 23.
Internationalen Friedenstreffen in Krakau begegnen. Das Treffen
erinnert an das Friedensgebet von Assisi von Papst Johannes Paul
II. Die Pilgerfahrt soll ein Zeichen der Versöhnung und des
Friedens sein, das die radikale Ablehnung von Gewalt und Krieg
als Mittel zur Lösung internationaler Konflikte unterstreichen
soll
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Frage: Viele Menschen empfinden das
Nebeneinander der Religionen aber als Bedrohung. P.
Sebastian: Gerade weil es diese fundamentalistischen
Neigungen gibt, sage ich, dass wir in einer begnadeten
Zeit leben. Denn bei Lichte besehen ist der
Fundamentalismus nichts anderes als eine Reaktion auf
die Heraufkunft eines neuen Geistes, den Menschen
innerhalb ihrer eigenen Tradition als auch weltweit
spüren. Das hat es in allen Religionen zu allen Zeiten
gegeben: Wenn ein neuer Geist aufbricht, zuckt das Alte
zurück. Der Fundamentalismus ist so gesehen das Symptom
für die Geburt eines neuen Zeitalters. P.
Sebastian Painadath SJ in einem Interview mit der Zs.
Kontinente
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